Der Hobbit ist ein relativ kurzes Buch. Um drei volle Filme damit zu füllen, wurden einige Änderungen vorgenommen, aber auch viele Dinge aus dem Appendix von Herr der Ringe übernommen. J. R. R. Tolkien fügte viele kleine Details am Ende seiner Herr der Ringe-Trilogie ein, die mitunter in dem Buch Der Hobbit spielten, dort aber nicht erwähnt wurden.
Darunter gehören unter anderem Hintergrund-Geschichten der Zwerge und was Gandalf in seiner Abwesenheit machte.
Obwohl diese Teile technisch gesehen nicht in Der Hobbit erwähnt werden, ist es dennoch eine gute Ergänzung, da diese Hintergrund-Information von Tolkien direkt stammen. Dennoch wurden auch hier ein paar Details geändert. Das Treffen mit Saruman zum Beispiel fand ursprünglich vor der Reise der Zwerge statt. Auch die anfängliche Schlacht zwischen Zwergen und Orks wurde leicht verändert. Das Finale der Schlacht zeigt, wie die Orks den Zwergenkönig Thror töten, in der Original-Kurzgeschichte ist der Tod Thrors der Auslöser für den Krieg.
Ebenfalls fügte Jackson selbst noch einige Dinge ein, die weder aus dem Buch noch aus Tolkiens weiteren Kurzgeschichten stammen. Das größte Detail hier ist Azog, der Ork Häuptling. Dieser wird im Buch zwar erwähnt, aber zu dem Zeitpunkt der Reise ist dieser schon lange tot.
Auch Radagast der Braune hat wesentlich mehr Screentime im Film als im Buch. Im Buch wird er nur beiläufig erwähnt.
Die Charaktere der Zwerge und ihr Aussehen wurden ebenfalls geändert. Im Buch werden die Zwerge zum Beispiel in bunter, strahlender Kleidung geschildert. Das Produktionsteam hat die Farben allerdings zurückgeschraubt, vermutlich um zu verhindern, dass sie von den Zuschauern nicht ernst genommen werden. Die Zwerge sind auch wesentlich ernster als im Buch. Dies hat auch damit zu tun, dass der Hobbit primär für Kinder geschrieben wurde, der Film aber ein eher erwachsenes Publikum anvisierte.